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Turnierberichte
die Turniererlebnisse von unseren Ahörnchen

Ausgewähltes Adventsturnier!

(12. Dezember 2010)


Lieblingsturnier? Hat fast jeder Sportler. Weil er dort mal gewonnen hat, weil die Preise so toll, das Ambiente so angenehm....Wir für unseren kleinen Teil tanzen besonders gerne in Wahlstedt. Kennen Sie nicht? liegt nördlich von Hamburg, so in der Nähe von Bad Segeberg (und das kennen Sie bestimmt, schon wegen Möbel-Kraft und Karl May). Dort findet jedes Jahr im Dezember ein Turnier um den Adventspokal statt.
Der 12.12., das ist- alle Jahre wieder- unser Hochzeitstag, da gehen wir normalerweise irgendwo besonders nobel essen. Aber deshalb Wahlstedt Wahlstedt sein lassen ? Kam nicht in die Tüte. Deshalb schwangen wir uns um 11.45 Uhr in Berlin ins Auto, durchquerten Nebel, Regen, leichtes Schneegeriesel und trafen 2 3/4 Stunden später in der Aula der Poul-Due-Jensen-Schule (keine Ahnung, wer das ist) ein. Viele jüngere und ganz kleine Mitglieder des Sportvereins Wahlstedt unterhielten die vollbesetzte Halle bereits bestens mit allerlei Tänzen aus Hip-Hop- und Free-Style-Bereichen, das Finale der Klasse Senioren IV S schloss sich an mit dem Sieg des Ehepaares Grelck vor den Teams Schuran und Brandes; wer den Tanzspiegel regelmäßig liest, weiß, dass Helmut Schuran gerade 80 Jahre alt geworden ist- aber noch kein bisschen tanzmüde!
Nach weiteren fröhlichen Darbietungen der Jugend waren die Senioren-S-III-Tänzer an der Reihe, leider nur mit 9 Paaren, die Vierer-Senioren fehlten uns. Die taten sich indessen an Kuchen- und Sektbar gütlich, ließen es aber an heftiger Anfeuerung für uns nicht fehlen. Letztendlich siegten Axel und Sabine Hagemeister dank einer einzigen Eins an der richtigen Stelle mehr vor uns und Ehepaar Kröger. Schon zur Begrüßung hatten wir sämtlichst geschmackvolle Windlichter erhalten, im Finale folgten niedliche Adventssträußchen, für die Sieger wie jedes Jahr eine wunderschöne Vase. Als "Hochzeitstags-Gäste" forderte Turnierleiter Klaus Feinen uns zur Eröffnung des Abschlusswalzers auf, wie nett. Und dann hatten wir es plötzlich alle ganz eilig. Denn wir waren- das wussten wir natürlich schon, denn wir starteten nicht zum ersten Male hier und hatten bereits zweimal die Siegervase mit nach Hause nehmen dürfen- eingeladen ins Clubhaus zu Punsch, Schmalzstullen, Kaffee und Kuchen in adventlicher Atmosphäre. Etwa 50 Personen mit kräftigem Durst und Appetit, einfach wunderbar nach einem Turnier! Schweren Herzens brachen wir schließlich Richtung Berlin auf, das waren noch ein paar Kilometerchen bei ungewissem Wetter. Aber wir freuen uns schon aufs nächste Jahr und danken allen Beteiligten herzlich für ihren großartigen Einsatz!


Ellen Schrader-Stiegert


Fußball, Lena, Klitschko- und die Reichs!

(29. Mai 2010)


Was für ein ereignisreiches Wochenende im Mai! Als unser Ältester aus Brühl anrief, um sich seinen Staubsauger und andere Utensilien durch uns an seinen Studienort "liefern" zu lassen, willigten wir als gutmütige Eltern natürlich ein- sind ja nur schlappe 200 km Umweg zu unserer Deutschen Meisterschaft Senioren S II in Rödermark…!
Nach erfolgter Übergabe und ebenso erfolgreicher Vertilgung von Pizza trennten sich Freitagabend schnell wieder unsere familiären Bande. Roman wollte in Köln "abtanzen", Detlef und ich die Entscheidung von "Let´s Dance" verfolgen. Nanu, war da nicht unter anderem beim Anfang der Show von Sylvie van der Vaart der Sohn unseres Trainers zu sehen? Doch letzten Dientag war Oli wieder brav bei seiner flotten, aber halb-so-alten Tanzpartnerin Natalie zurück! Apropos zurück: Nach der emotionsgeladenen Entscheidung konnten wir erholsamen Schlaf finden, da wir am anderen Tag nicht das gestrenge Wertungsgericht um Herrn Glööckler und & fürchten mussten…
Im Frühstücksraum unseres Hotels hielten sich die Blicke auf eine "aufgezäumte Turnier-Seniorin" in Grenzen, da sich das Phantasialand mit Artisten und wilden Gestalten (natürlich sind nicht mitreisende Ehemänner damit gemeint) gleich um die Ecke befindet.
In der Kulturhalle von Rödermark angekommen, war schon eine Menge los. Staudenweise lagen Bananen herum, dass ganze Affenstämme davon satt geworden wären! Von 155 gemeldeten Paaren starteten 119, die Sternchenpaare natürlich später. Aus Berlin waren 8 Paare dabei, wobei wir leider in der ersten Zwischenrunde auf 5 Hauptstädter schrumpften.
Außer Wittmanns, Borchardts, Siebmanns und Lindecke/Schulz durften auch wir (juchhu) noch einmal die Tanzbeine schwingen. Am besten konnten dies die beiden letztgenannten (Lindecke/Schulz), die den 13. Platz belegten.
Es gab übrigens bei der Vorstellung für jedes Paar ein Geschenk, u.a. Apfelcidre, den man gleich wieder ausschwitzen konnte (wenn man bei 13 Runden mal wieder dran war).
In der Endrunde- nach stimmungsvollem Fahneneinmarsch- überzeugte mit 25 Einsen einmal Mehr Ehepaar Lindner vor den Lokalmatadoren Bickers und Farwick/Voosholz. Kiefers wurden Vierte vor dem Paar Hick/Leßmann, das einen tollen Quickstep zeigte, Platz 6 belegten Bodinets. Alles wurde durch einen Kameramann von RTL dokumentiert- "Let´s dance"!
Am nächsten Morgen konnten wir in unserem Hotel bei einem gemütlichen Frühstück, zufälligerweise mit Axel Hunger zusammen, noch ein Résumé des schönen Abends ziehen- Fußball mäßig überzeugend, aber gewonnen, Lena supertoll, "Dr. Eisenhammer" stark wie immer und die Tänzer- jeder nach seinen Möglichkeiten mehr oder weniger erfolgREICH…!


Martina Reich


Winterausflug

(31. Januar 2010)


Perücke ist ja ein bisschen wie Pudelmütze. Dass sich die Quecksilbersäule- wie in diesem Winter weit verbreitet- unterhalb der 0°-Grenze räkelte und ein paar Flocken fielen, störte mich also nicht, als wir uns, mit Turniergepäck beladen, am 31.1.2010 auf den Weg zur Garage machten. Das Reisewetter gestaltete sich relativ eintönig: Entweder es schneite oder es regnete oder es sah aus, als wolle es eins von beiden sofort tun.
Trotzdem erreichten wir Hamburg unbeschadet und fast in "Normalzeit". Eigentlich dachte ich, wir kennen bereits sämtliche Hamburger Schulen durch die zahlreichen Turniere im Laufe der Jahre. Die in der Eduardstraße war uns aber tatsächlich neu. Leider lag sie am Ende einer schneereichen Sackgasse, in der wir den allerallerletzten Parkplatz ergatterten. Regelwidrig in falscher Richtung, aus lauter Angst, im Moment des Wendens könnte ihn uns jemand wegschnappen. Dann stapften wir über den glücklicherweise illuminierten Pausenhof; Insider hätten bestimmt gewusst, dass man von der Vorderseite besser hinkommt. Und sich dort sogar ein waschechter Parkplatz befindet. Egal, nun waren wir da. Und hatten viel Zeit, denn man war ein wenig im Verzug. So konnten wir uns zunächst an der Sen A-III-Klasse erfreuen (die, wie schön, von den Berlinern Heppner/Schendel, Blau-Gold, überzeugend gewonnen wurde). Danach wurden wir innig gebeten, die mit 3 Paaren mehr als kärglich bestückte Sen S-II-Klasse aufzufüllen. Wollten wir aber nicht. Denn wir hatten bereits 21 Paare auf der Sen S-III-Liste erspäht. Mit anderen Worten, das konnte unter unglücklichen Umständen 4 Runden bedeuten. Aber- zu früh gebangt. Tatsächlich betraten nur 13 Teams zur Vorrunde das Parkett. Der veranstaltende TTC Atlantic eilte sich sehr, und das war auch gut so, denn wenn selbst der Turnierleiter Schal trägt, kann das nur bedeuten, dass wir nicht gerade schwitzten. 3 flinke Runden, die Sieger (Ehepaar Jahn aus Bremen) bekamen klar die meisten Einsen. Die restlichen und damit ein ebenso eindeutiger 2. Platz landeten bei uns. Der Ehren-Wiener Walzer fiel besonders duftig aus, denn wir hatten sämtlichst, wirklich eine nette Idee, verschiedene Kräutertöpfe in Küchenhandtüchern erhalten. Unser knuffiges Thymian konnten wir trotz schneereicher Heimfahrt heil nach Hause transportieren, es strahlt und duftet nun auf dem Küchenfensterbrett.


Ellen Schrader-Stiegert


Doppelsieg für die Ahörnchen

(10. November 2009)


Am 10.10.2009 traten zwei Ahornpaare im Turnier der Hauptgruppe A Standard an, es waren Oliver Stachetzki/ Lisa- Sophie Runge und Oliver Steirl/ Natali Didyk.
Im Sport- Centrum Siemensstadt wurde das Turnier vom OTK-Schwarz-Weiß ausgetragen.
Zu unserem Pech gab es in der Sporthalle nur ein Fenster und viele muffige Teppiche.
Allerdings tat das dem Ergebnis keinen Abbruch, und nach der ersten Runde war den Begleitern der Ahörnchen klar, dass es nur eine Entscheidung zwischen den eigenen Paaren geben würde!
In der Endabrechung gab es fünf gewonnene Tänze für Oli und Lisa, und vier zweite und ein dritter Platz bedeutete einen unangefochtenen Doppelsieg für unseren Verein.
Peter Steirl war vollkommen aus dem Häuschen über die Leistung seiner Paare und bekam somit auch die Früchte seiner Arbeit zu sehen.
Allerdings muss man sagen, dass dieser Saal, in dem das Turnier ausgetragen wurde, für ein Turnier, besonders wie in diesem Fall, oder für einen Ball ungeeignet ist.
Vor allem, weil nicht die Möglichkeit bestand, frische Luft in den Saal zu lassen.
Nach dem Turnier ging die gesammelte Mannschaft noch etwas essen, um diesen Doppelsieg zu feiern. Auch die Wertungsrichterin des Turniers aus den eigenen Reihen, Uschi Stiller, war dabei und war von den Leitungen der Ahörnchen begeistert und freut sich auf die weitere Entwicklung der Paare.


Oliver Stachetzki


Deutschlandcup A-Latein

(07. Dezember 2008)


Am 15.11.2008 fand im TSC Brühl der Deutschlandcup der Hauptgruppe A-Latein statt. An diesem Tage standen sich 71 Paare aus ganz Deutschland gegenüber.
Manuel Hercygier und Chanel Hönicke, die für den Ahornclub als einziges Paar an den Start gingen, hatten sich für diesen Tag sehr viel vorgenommen. Die Anspannung, aber auch der Wille war in den Gesichtern deutlich zu erkennen. Nachdem Chanel sich beim Eintanzen durch einen Sturz zunächst am Knie verletzt hatte und es auf Anhieb blau wurde, saß der Schreck erst einmal tief. Aber wie wir sie alle kennen, Zähne zusammen beißen und durch. Dass es kein leichtes Turnier werden würde, wurde uns Klar, als wir die anderen Paare gesehen hatten, alle waren irgendwie gut und hatten wohl viel Training für diesen Tag investiert.
Die ersten vier Tänze tanzten die beiden noch mit leicht angezogener Handbremse, doch dann, wohl durch die Rhythmen des Jives angetrieben… gab es kein Halten mehr. Der Lichtschalter wurde angeknipst und ging erst wieder nach dem Siegertanz aus. Auf der Seite des TNW schrieb Niels Menge:
„Sie zeigten im gesamten Turnier die konstanteste Leistung und waren eines der wenigen Paare, das Geschwindigkeit gut zu kontrollieren wusste.“
Womit er wohl recht hatte, ich hatte schon Angst bei diesem Tempo, und dann fünf Runden- hoffentlich halten sie das durch! Aber das Konditionstraining mit Andreas Kath hatte wohl Wunder gewirkt. Beide waren überglücklich, das, was sie sich vorgenommen hatten, erreicht zu haben.
Dazu beigetragen hat aber auch die tolle Organisation des TSC Brühl, das ganze Turnier lief einwandfrei, diverse Zuschauer applaudierten den beiden und kamen später zum Gratulieren.
Bedanken möchten wir uns bei Janet Marmulla für die intensive Vorbereitung und bei Oliver Timm, der mit uns mitgereist war und den beiden mit Rat und Tat zur Seite stand.
Zu später Stunde und nach reichlichen Telefonaten gingen wir dann zum Feiern und Essen zum Italiener.


Isabella Hönicke


Borsigpokal 2008

(30. November 2008)


Wenn zwei Schachspieler, sagen wir beispielsweise die Herren Kramnik und Anand bei der Weltmeisterschaft, sich duellieren, wären sie wenig angetan von frenetischem Zwischenapplaus (die sitzen ohnehin in einem Glaskäfig und bemerken die Zuschauer so gut wie gar nicht). Oder stellen Sie sich Sportangler vor- sie würden bei stürmischem Beifall möglicherweise mit den bereits "erwischten" Fischen um sich werfen!
Hach, und wir exhibitionistischen Tänzer? Können gar nicht genug Publikum bekommen. Zu glattes Parkett, zu kleine Fläche, miese Musik, schlechte Beleuchtung, geht ja alles irgendwie, aber wenn schon die ersten Stühle hochgestellt werden und nur noch ein paar schlappe wertungsrichter zwangsweise mit uns um die Wette gähnen- dann hat man keinen Spaß am Leistungsschwof. Aber wo findet man die gewünschte Zuschauerzahl? Vielleicht in einem Einkaufszentrum? Bingo, der TC Blau-Gold veranstaltet dieses Jahr bereits zum 8.Male eine Turnierserie in den Einkaufshallen am Borsigturm. Mittendrin wird ein Parkett verlegt, die Längsseiten werden mit rotweißer Banderole wie bei einer Baustelle abgesperrt, die Schmalseiten dienen der Turnierleitung bzw. werden mit Stuhlreihen bestückt. An dieser Stelle kann man auch aus dem ersten und zweiten Stock gut auf die Tanzfläche darunter blicken, sehr praktisch. Die Passanten stehen tatsächlich schon erwartungsvoll da und gucken neugierig, ob auf diesem Parkett irgendetwas passieren wird. Tut's denn auch, denn pünktlich um 14.30 Uhr lässt Turnierleiter Dr.Sven Tschirley uns 12 Senioren-S-III-Paare einmarschieren. Wenn so viele Leute drum herum stehen, weiß man immer nicht so recht, wohin man sich verbeugen soll. Prompt gehen bei manchem Paar die Ansichten von Herr und Dame auseinander, das ist drollig anzuschauen. Schließlich ist das erledigt, und wir schliddern wieder hinaus. Wirklich, ordentlich glatt, dieses Parkett. Zum Glück sind direkt am Durchgang eine Menge Wachsflocken gestreut, und dort stapfen wir jetzt immer alle durch, wenn wir dran sind, trappeln wie ein Pony ein paar Mal auf der Stelle, um die Sohlen abzustumpfen. Kein Wunder, dass die Vorrunde von einem gewissen Unsicherheitsfaktor bestimmt wird! Die Wertungsrichter Dagmar Borchert, Thomas Kahl, Hildegard Krieger, Heinz Pfitzinger und Uschi Stiller kreuzen 9 Paare für die Zwischenrunde zusammen; der Vorteil für die Ausgeschiedenen besteht darin, dass sie schon einmal bei der schicken Eisdiele neben der Tanzfläche eine Bestellung aufgeben dürfen. Alle allerdings dürfen sich an den tänzerischen Darbietungen der deutschen Vize-Weltmeister Benedetto Ferruggia/Claudia Köhler erfreuen. Eigentlich fatal, dass ausgerechnet diese phantastischen Tänzer die Pausen füllen- hoffentlich beginnen de Zuschauer angesichts unseres Finales nun nicht zu pfeifen und zu buhen! Nein, tun sie nicht. Sie sind nett zu uns und begrüßen uns 6 Finalisten mit wohlwollendem Beifall. Fein! Wir finden die Atmosphäre toll und legen uns alle ordentlich ins Zeug. Vor Behnke/Tasler und Hagemeisters dürfen wir den größten Pokal gewinnen (genauer gesagt, zwei, denn hier bekommt jeder Partner einen, obwohl wir uns gewiss nicht mit Scheidungsabsichten tragen) und finden es goldig, dass hinterher einige Kids Autogramme von uns haben möchten. Außerdem nehmen wir übrigens, alle Jahre wieder, einenAdventskalender von der Buchhandlung Thalia mit, jetzt ist die Auswahl am größten, und bis zum 1.Dezember haben wir längst wieder vergessen, wie er ausschaut!
P.S.: Hermann und Sonnhild Weiffenbach machen es uns am Freitag nach und gewinnen ihren Wettbewerb der Senioren A-III-Klasse ebenfalls überlegen; das riecht verdächtig nach größeren Kuchenmengen an den Trainings-Dienstagen!


Ellen Schrader-Stiegert


Auf in den Süden...

(06. Juli 2008)


Anscheinend hatten wir einen Tag erwischt, an dem die allgemeine Fallsucht um sich griff. Auf der Autobahn fanden sich, wie die Radio-Dame freundlich-amüsiert verkündete, ein toter Dachs, Stütz-Fahrradräder, ein blauer Kübel, Reifenteile, graue Säcke, eine komplette Golfausrüstung und manches mehr. Zum Glück hatten wir unsere Tanz-Turnierausrüstung ausbruchsicher verstaut und landeten nach ca. 580 km am 5.7.08 unbeschadet in Königsbrunn nahe Augsburg. Angesichts des Namens hatte ich mir unter diesem Ort eine Mischung aus Schloss Schönbrunn und Neuschwanstein vorgestellt, wurde aber zunächst herb enttäuscht- Gewerbegebiet, ein Flachbau im Containerstil. Welch angenehme Überraschung, als wir nicht nur einen Parkplatz vor der Tür entdeckten, sondern sich das Innere als wunderschönes Domizil des Clubs "Dancepoint" entpuppte! Wie wir erfuhren, war der Verein vor 11 Jahren gegründet worden, vor 4 Jahren hatte man vorsichtig mit dem Bauen begonnen, erweitert, und nun blickt man stolz auf etwa 600 Mitglieder (davon gut 20 Turnierpaare) aller Arten. Der Saal lässt sich durch Trennwände dreiteilen, jetzt zum Seniorenwochenende war natürlich alles geöffnet, die riesige Tanzfläche durch Tische und Stühle verkürzt, sonst hätten wir sie kaum zu fülen vermocht mit den normalen Choreographien. Eine Bar in einer Ecke, ausgezeichnete Umkleideräume mit Garderobenstangen, Bänken, Spiegel, 2 Duschen.
Ich gestehe es, am liebsten hätte ich dieses wunderbare Tänzerheim eingepackt und nach Berlin entführt- das wär's, was wir brauchen! WIR allerdings brauchten dort erst einmal eine Kratzbürste und Wachs, denn das noch wenig strapazierte Parkett war höllisch glatt. Für die weiteren 12 Paare aus verschiedenen Bundesländern (auch ein österreichisches Paar war dabei) selbstverständlich ebenso. Nach 3 recht molligen Runden- Sommersonne und Flachdach gepaart mit heftiger Bewegung zeigt stets Wirkung- durften wir nicht nur denSieg, sondern überraschender Weise auch noch einen hübschen Glaspokal mit nach Hause nehmen.
Fein ist's in Bayern!!


Ellen Schrader-Stiegert


Standardpokal 2007
oder "Auch Standardtanzen macht Spaß"

(21. Februar 2008)


Da die Kids in der Regel lieber Latein als Standard tanzen und so Standardturniere stets mit einer Absage mangels Masse zu kämpfen haben, soll das Gewinnen des Standardpokals ein Anreiz sein, um mit dem Standardtanzen anzufangen. Viele, möglichst alle, Berliner Standardturniere sind zu tanzen, und da sollte man möglichst weit vorne liegen. Pro Turnier gibt es Punkte, die dann addiert werden. Frei nach dem Fazit: Wer viel tanzt, hat in der Summe auch viele Punkte. Einen Pokal gibt es für die Junioren I/II D-Klasse und einen zweiten für die Jugend D/C-Klasse. Letzteren sollten Tamara Teichmann und Oliver Stachetzki 2007 souverän gewinnen.
Anfang 2007 hatten die beiden das Ziel, unter die ersten drei in der Pokalwertung zu kommen und so von der Sportförderung der BTSJ zu profitieren. Los ging's im Januar 2007 beim TC Brillant mit dem D-Klassen Pokal. Am Ende hielten sie zu ihrer eigenen Überraschung diesen fest in den Händen, und die ersten 15 Punkte in der Pokalwertung standen auf ihrem Konto. Nun war der Ehrgeiz erwacht: Jetzt wollten sie den Pokal auch gewinnen! Über den Sieg beim btc Grün-Gold folgte im Mai bei "Hessen tanzt" der Aufstieg in die C-Klasse, was die beiden nicht besonders beeindruckte, auch in der C-Klasse sollten sie bald wieder vorne mitmischen. So reihten sich noch einige erste Plätze gepaart mit dem 2. Platz bei der Berliner Meisterschaft aneinander. Mit dem abschließenden Sieg beim Askanier TSC waren die zwei dann uneinholbar vorne, so dass sie keiner mehr vor dem letzten Turnier im heimischen Ruhleben vom Thron stoßen konnte. Was also in der D-Klasse begann, fand mit dem Aufstieg in die B-Klasse im Januar 2008 seinen (vorrübergehend) tollen Höhepunkt.
Nun schreiben wir den 16. Januar 2008, und eigentlich ist ja heute Berliner Meisterschaft in den Lateinamerikanischen Tänzen. Doch nun folgt der große Tag der Preisverleihung. Nach getanzter eigener Meisterschaft überreicht Hendrik Heneke den Standardpokal an die beiden. Auf Platz 2 und 3 dürfen Edwin Giegold mit Alexandra Hähnchen und Mats-Omri Schumacher mit Sabine Iversen auch von der Sportförderung profitieren.
Bleibt als Fazit zu sagen: Auch Standardtanzen macht Spaß! Was auch Oliver und Tamara für sich im letzen Jahr entdeckt haben. Und der Erfolg gibt ihnen in ganzer Linie recht. Sind die beiden doch seit Ende letzten Jahres Mitglied im Jugendstandardkader des LTV Berlins. Das alles ist nicht zuletzt ein Verdienst ihres Standardtrainers Peter Steirl, dem die beiden an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön sagen wollen.


Heidi Teichmann


Adventsturnier

(16. Dezember 2007)


Die Stätte unserer Wahl? Bei einem Turnier in der Adventszeit unbedingt Wahlstedt! Man muss vielleicht nicht wissen, wo dieses Städtchen liegt;
informationshalber: nahe Bad Segeberg. Das ist da, wo die dicken Möbelwagen der Firma Kraft herkommen und Winnetou bei den Karl-May-Festspielen lautlos durch die Prärie streift. Wenn man mal zu einem Adventsturnier dort war, wird man wiederkommen wollen. So ging's uns jedenfalls am 9.12.07.
Zur Begrüßung bekamen alle 13 Paare kleine rote Weihnachtssterntöpfchen, die Finalisten nochmals hübsche weihnachtliche Sträuße. Relativ viele Zuschauer spendeten eifrig Beifall, Tannenschmuck und Teelichter sorgten für ein gemütliches Ambiente. Unser Siegerpokal, mundgeblasen in Malente (wohin die ursprünglich in Wahlstedt beheimatete Glasbläserei übergesiedelt war), ist ein echtes Sammlerstück, man kann aber auch Blumen hineinstellen. Nur trinken sollte man besser nicht daraus. Das konnten wir allerdings im Anschluss an das Turnier (dem übrigens durch Frank Scheida hervorragende Musik beschieden war) im Clubheim des Veranstalters nachholen, denn dorthin waren sämtliche Teilnehmer zu Punsch, Stolle, Torte und Schmalzbroten in behaglicher Kerzenlichtatmosphäre eingeladen. Wunderschön und anderen Clubs zur Nachahmung empfohlen !!


Ellen Schrader-Stiegert


Radebeul oder Rendsburg ?

(25. November 2007)


Diese Frage stellten wir uns am 2. Wochenende im November. Doch auch die Antwort war schnell gefunden: In Dresden oder besser gesagt in Radebeul konnten Tamara und Oliver zwei Standardturniere tanzen und somit hoffentlich viele Punkte für den Aufstieg ergattern. Dass nebenbei auch noch an jedem Tag Latein getanzt wurde, war da ein willkommener Nebeneffekt. Wollten die beiden doch hier die ersten Starts in der B-Klasse wagen.
Ausgeruht und voller Hoffnung auf möglichst viele mittanzende Paare, machten wir uns am Samstag morgen mit Standard- und Lateinklamotten auf den Weg. Wenig Autos begleiteten uns auf dem Weg nach Dresden - wer verbringt schon ein tristes Novemberwochenende mit einem Städtebesuch außer ein paar Tanzverrückten wie uns ? Bald fanden wir sogar trotz oft schlecht sichtbarer Straßenschilder erst unsere kleine Pension und schließlich sogar die Turnierstätte. Eine nette Turnhalle samt Tribüne und moderaten Eintrittspreisen durften wir nun für die nächsten zwei Tage unser Domizil nennen.
Getanzt wurde außer in der B-Klasse auf zwei Flächen parallel. Für die B- Klassenturniere wurden die fahrbaren Blumentöpfe an den Rand geschoben, so dass diese Paare sich dann richtig breit machen konnten, denn nun hatten sie ja doppelt so viel Platz, könnte man meinen. Doch das nutzte die Turnierleitung wiederum aus und ließ alle Paare (so um die 10 an der Zahl) in einer Runde ihre Vorrunde tanzen. Eine dritte Fläche war zum Eintanzen und Warmmachen mit einer Trennwand abgeteilt - eine wirklich gute Idee.
An beiden Tagen hieß es für Tamara und Oliver Latein und Standard zu tanzen. Am Samstag verzögerten sie allerdings den dicht gedrängten Zeitplan noch zusätzlich. Hatten doch unsere beiden die Dreistigkeit, sicher die Endrunde in Latein und dort knapp am 3. Platz vorbei zu tanzen. Nach dem getanzten Jive mussten die beiden sich schnell in ihre Standardklamotten schmeißen, um das anschließende Turnier dann als erste zu beenden. Doch der Turnierleiter wartete geduldig.....
Am Sonntag ging's dann erst mal mit Standard los, und eine etwas längere Pause bis zum Lateinturnier ließ vermuten, dass genug Zeit sein würde, um wieder bei Kräften zu sein. Doch die beiden waren so vermessen, nach dem Sieg im Standard auch noch die anschließende B-Klasse mitzutanzen und sich somit die Pause zu verkürzen. Doch auch das machte ihnen dank unseres privaten Physiotherapeuten in Form von Olivers Vater anscheinend nicht viel aus - konnten sie doch im Lateinturnier mit Platz 4 in einer knappen Entscheidung sich dicht am Treppchen vorbei platzieren.
Bleibt zu sagen, dass wir ein wirklich nettes Turnier mit einer erfrischenden Turnierleitung in einer schönen Turnieratmosphäre erlebt haben. Also Dresden oder besser Radebeul ist durchaus eine Reise wert ! Verbleiben wir in der Hoffnung, dass wir uns im nächsten Jahr nicht wieder die Frage "Radebeul oder Rendsburg?" stellen müssen.


Heidi Teichmann


BLAU-SILBER-POKAL am 24.11.07

(24. November 2007)


Denkmalgeschützt sind sie. Nicht die Paare und nicht die Pokale, nein, nein. Aber die Räume des Blau-Silber, der Schlesiensaal im Rathaus Friedenau. Und das ist auch gut so, würde Herr Wowereit vermutlich anmerken. Bisschen duster, so wirken halt dunkles Holz an Wand und Boden, jede Menge Stuck. Aber Rosen auf den tischen lockern auf, im kleinen Caféraum stehen dekorierte Teelichter auf den Tischen.
Warum nur sind so wenig Paare gekommen? Haben wir vielleicht eine "Pokal-Inflation"? In meiner Jugend gab es in den unteren Klassen so gut wie nie außerhalb der Meisterschaften Pokale zu gewinnen. Aber hat nicht jeder gerne so ein paar Erfolgsattribute zu Hause stehen, selbst wenn man gelegentlich das Staubtuch schwingen muss und die guten Stücke keinerlei praktischen Nährwert besitzen?
Heute jedenfalls wird in keiner der 4 Klassen die Maximalzahl von 9 Paaren überschritten.
Vom Ahornclub sind 3 1/2 Teams mit von der Partie. Und die Erfolgsausbeute ist beachtlich:
In der D-Klasse landen Christian Wambeck/Katrin Arnold auf Platz 4, in der C-Klasse gewinnen Simon Zbikowski/Marina Gilfer alle Tänze, steigen in die B-Klasse auf. Das kommt für die beiden nicht gänzlich überraschend, und so haben sie seit einiger Zeit schon (un)heimlich B-Programme trainiert, so dass sie in der B-Klasse gleich munter mitmischen können.Nur der Jive muss noch "alt" verbraucht werden, aber es reicht für Rang 5, und sie bekommen, der Blau-Silber gibt sich wahrlich Mühe, zu dem originellen C-Pokal noch eine Medaille (wie alle Paare zwischen Platz 4 und 6).
In der A-Klasse, natürlich ebenfals Latein, haben wir sozusagen nur ein halbes Eisen im Feuer. Julian Renpenning/Katharina Dams tanzen für btc Grün-Gold, trainieren aber bei uns, speziell bei Janet Marmulla. Sie liefern sich ein spannendes Duell mit Julians Schwester Viktoria und deren Partner Robert Kunz. Erheiternd ist der Moment in der Rumba, in dem beide Damen in der exakt selben Sekunde in den Spagat gleiten....Der große Bruder setzt sich mit 3:2 Tänzen knapp durch, hoffentlich bleibt der Familienfrieden gewahrt.
Ronny hat gewertet, ist an diesem insgesamt erfreulichen Ergebnis daher mitschuldig. Morgen steht in Berlin erneut ein voller Turniertag auf dem Programm, da werden die Karten neu gemischt.........


Ellen Schrader-Stiegert


Pokalturnier in Hamburg

(03. November 2007)


Hamburg und seine Tanzclubs kennen wir ziemlich gut. Nur im Club Alster-Möwe sind wir, weshalb auch immer, noch nie gewesen. Das soll sich heute, am 3.11.07, ändern. Bisher scheitern wir an Zafira. So nennen wir scherzhaft unseren Navi (denn wir fahren inzwischen keinen Sharan mehr, sondern einen Opel Zafira). Zafira ist heute überhaupt nicht in Form und fordert uns hartnäckig auf, links zur "Sternschanze 4" abzubiegen, obwohl es ersichtlich dort keine Straße gibt. Mißmutig starten wir einen Versuch auf das gartenartige Gelände. Bepackt mit dem ganzen Turnierkram, watscheln wir bei sprühflakonartiger Luftfeuchtigkeit über schlammige Blätterpfade. Nischt außer Dunkelheit. Ach, halt, da scheint ein Café zu sein. Mühsam stoßen wir die Tür auf, erkundigen uns bei erstaunt-fragenden Gesichtern nach dem Alster-Möwe-Club. Nee, keine Ahnung, nie gehört. Grummelnder Rückzug unsererseits zum Auto. Zum Glück haben wir unsere zweite tolle technische Errungenschaft dabei, das Handy. Ronny klingelt beim Veranstalter an, und wir erfahren erfreut, tatsächlich ganz in der Nähe zu sein. 3mal an jeweiliger Ampel links herum, und schon wären wir da. Na ja, fast. 2 Hinweisschilder helfen, und schließlich stoßen wir in ziemlicher Finsternis inmitten einer Art Parkanlage auf einen freundlichen Herren vom Club, der uns sogar einen Parkplatz zuweisen kann.
Geschafft, und noch reichlich 1/2 Stunde bis zum Turnierbeginn! Außer uns haben weitere 17 Paare hierhergefunden; man hatte uns diese Veranstaltung als sehr nett und gemütlich empfohlen. Stimmt erst mal, der Umkleideraum im Keller ist kuschelig warm und eng mit uns zahlreichen Tänzern darinnen. Der Tanzsaal ist kaum größer (aber gemütlich) und klaustrophobisch niedrig. Späße werden gemacht: Vorsicht bitte beim Quickstep bei den großen Paaren, hochgesteckte Haarteile bitte abnehmen, nur ja keine Lifts, Bremsen anziehen usw.
Unsere langjährigen S-III-Mitstreiter Frank und Margrit Steier vom veranstaltenden Club sind heute nicht mit am Start (kürzlich zum 20. Male Hamburger Seniorenmeister geworden!), sondern nehmen Hausherrenpflichten wahr: Begrüßung, Geschenke überreichen (wie nett), Stullen schmieren hinterm Tresen usw. Die charmante Turnierleiterin Ruth Behnke läßt sich viel Zeit (gemütlich!)- halt, warum um Himmels Willen heißt dieses Event eigentlich "John Behnke-Erinnerungspokal"? Peinlich, aber wir wissen es nicht.
Das Turnier nimmt seinen Lauf. Vor-, Zwischen-, Endrunde, zwischendurch eine Banane, viel Unterhaltung mit den anderen Paaren (gemütlich!). Es wird etwas voller, allerdings fasst der kleine Saal nicht allzu viele Personen. Uns, die wir im Ahornclub ständig so viele Teenager und Twens um uns haben, fällt kein einziges junges Gesicht auf.Beinahe sind wir die Jüngsten, so etwas passiert uns selten- zum Glück.
Den Pokal gewinnen Maskows, wir werden 2. vor Stubbes. Bei der Siegerehrung erfahren wir von einer Rednerin endlich, dass John Behnke der verstorbene Mann der Turnierleiterin war und sich um das Entstehen der Senioren-S-III-Klasse außerordentlich verdient gemacht hat. Wirklich eine gute Idee, wir sind ihm nachträglich dankbar, denn sonst wären wir heute kaum hier.
Und der total gemütliche Teil beginnt nun erst: Margrit und Clubkameradinnen haben Berge von leckeren Broten gerichtet, die können sie unmöglich alleine auffuttern, und wir müssen alle helfen. Und so sitzen wir nach dem Umziehen gemeinsam an einer langen u-förmigen Tafel und schwatzen und schmausen: Schmalzstullen, Ei-, Schinken- und Käsebrote, Gürkchen und Tomaten, Kuchen.... So sind wir schon lange nicht mehr verwöhnt worden. Natürlich wird es spät, und wir müssen noch bis Berlin fahren. Seufzend brechen wir auf und können nur allen versichern: hochgradig gemütlich bei Alster-Möwe! Und ein herzliches Dankeschön allen, die uns solch einen netten Abend beschert haben!!


Ellen Schrader-Stiegert